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cynik
Auf Eis gelegt.
Nun ja, man mag’s bemerkt haben: Website auf Eis gelegt. Ich mache noch Sachen, aber im Moment nicht hier. Die Seite bleibt im Moment so wie sie ist, irgendwann kommt wohl wieder was.
Dann noch eine gute Nacht…
Diese Geschichte ist in meinem ersten Semester an der KHM entstanden. Aufgabe in dem Seminar war es eine graphische Arbeit zum Thema “Faces” zu machen. Das ganze würde dann in einem Buch zu Semesterende abgedruckt werden. Ausserdem sollte es (außer schwarz) nur eine Farbe im Druck geben: Patone 032 – in mein Gehirn gebrannt.
Ich habe mit verschiedenen Überlagerungen von diesem Rot und Schwarz herumexperimentiert, ohne überhaupt sicher zu wissen, wie es im Druck nachher aussieht. Alles war sehr anstrengend und recht gewagt, doch am Ende hat es halbwegs funktioniert… Die Web-Version, die ihr jetzt zu sehen bekommt gefällt mir trotzdem etwas besser.
Viel Spaß
Urlaub und Faulheit
Guten Tag,
ich bin in letzter Zeit weg gewesen und war ausserdem zusätzlich sehr faul. Außerdem hat eine Seite aus dem Comic gefehlt, und schon hatte ich keine Lust mehr. Aus Fairness habe ich jetzt “L’Exemple Breizh” bis zum Finale gepostet.
Wer kriegt heraus welche Seite fehlt? Es ist logisch zu erschließen fällt dramaturgisch allerdings zum Glück kaum auf.
Nächste Woche geht es weiter mit “Dann noch eine Gute Nacht…”, endlich auf deutsch und nicht nur deswegen etwas bekömmlicher.
L’Exemple Breizh – Die Traumsequenz
Das fünfte ist mein Lieblingskapitel aus dem Comic. Ich finde die Bilder ausnahmnsweise sehr gelungen und insgesamt ist alles stimmig. Die Namen der Seeungeheuer sind echte Namen: “Hydrarchos sillimani” ist ein Name für eine gesichtete Seeschlange, die der Forscher Silliman “entdeckt” hat; “Carcharodon Megalodon” hat es tatsächlich mal gegeben, das war ein Hai von bis zu 18 Meter Länge. Kryptozoologen glauben, dass es ihn immer noch gibt. “Octopus Giganteus” kam tatsächlich bei dem Original-Globster-Fund in Florida auf. “Megophias” ist ein anderer wissenschaftlicher Begriff für Riesenseeschlange gewesen und “Bretonica” ist die Gattung die Dubois sich in meiner Geschichte ausdenkt. Die Riesenschlange trägt die Gesichtszüge Ewens.
In dem letzten Bild des V. Kapitels ist Agnès umringt von kryptozoologischen Gestalten. Wesen, die man mal für Seeungeheuer gehalten hat, Mittelalterliche Seeungeheuer und verschiedene andere.
L’Exemple Breizh – Sprachennot
So, langsam ist es an der Zeit, dass ich mich ein wenig erkläre.
Speziell fürs Internet ist das Comic ZIEMLICH verkopft und ich möchte mich bei allen bedanken (und meinen aufrichtigen Respekt bekunden), die tatsächlich lesen und durchhalten. Ich glaube es zwar selber nicht, aber die Statistik der Seite hat einen kleinen Anstieg gemacht und darum ist das hier allen gewidmet, die meinen komplizierten und komplexen Comic lesen, obwohl man die Zeit wesentlich entspannter nutzen könnte. Vielen Dank!
Zu den Sprachen:
Im Comic geht es ja um das Mysteriöse, das Unbekannte und nur schwer zu benennende. Ich habe also diese wahre Begebenheit von Florida in die Bretagne gebracht, weil ich mit meiner Familie als Kind öfter in der Bretagne war und dort das Meer immer als eine uralten magische Macht wahrgenommen habe.
Das Medium Comic bietet die Möglichkeit, die Dinge mehrmals zu lesen. Außerdem hat man zwei Kommunikationsweisen: die Bild- und die Sprachebene. Das habe ich mir zu Nutze gemacht um eine noch vielschichtigere Mysteriösität heineinzubringen. Als erstes und am stärksten vermittelt sich die Bildebene. Wenn man ansatzweise Französisch kann, kommt als zweites die Sprachebene, und zuletzt erst die Übersetzte Ebene, durch die das Geschehen erst Sinn zu machen beginnt.
Zusätzlich gibt es dann noch das Bretonische vom Seemann Ewen, eine alte, geheimnisvolle und fast magische Sprache, die sich nur über die Übersetzung transportiert und die Fachsimpelei vom Wissenschaftler Dubois, die sich mit etwas Recherche entschlüsseln lässt (Mit Internet kaum ein Problem).
Wenn sich also jemand ärgert, ‘L’Exemple Breizh’ ist kaum zu verstehen und kompliziert, keine Sorge: Das ist nicht ganz falsch. Selbst wenn man sich nur die Bilder anguckt, wird etwas kommuniziert, und wenn es nur eine geheimnisvolle verwirrende Stimmung ist.
In diesem Sinne noch einmal ein Hoch auf die Freunde der verkopften Kunst!

